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Barrierefreiheit im eigenen Camp

Was die Software mitbringt — und was nur ihr vor Ort leisten könnt.

Die Software erfüllt WCAG 2.2 Level AA. Das ist die Grundlage, nicht das Ergebnis: Ein barrierefreies Camp entsteht vor Ort.

Was die Software mitbringt

  • Tastaturbedienung durchgehend, mit sichtbarem Fokus
  • Kontraste in hell und dunkel gegen AA geprüft — auch auf Zwischenflächen wie der Zeitspalte im Raster
  • Kein CAPTCHA, nirgends. Es ist die schlechteste denkbare Hürde für Menschen, die auf Screenreader oder Vergrößerung angewiesen sind
  • Kein waagerechtes Scrollen auf dem Telefon; das Raster wird dort zur Liste
  • Bewegung wird respektiert: Wer prefers-reduced-motion gesetzt hat, bekommt keine gekippten Karten
  • Skip-Link zum Inhalt, sauber gestufte Überschriften, echte Beschriftungen an allen Feldern

Die vollständige Erklärung steht unter Barrierefreiheit.

Was nur ihr leisten könnt

Bei der Ausschreibung

  • Sagt, was ihr wisst. Stufenloser Zugang? Behinderten-WC? Induktive Höranlage? Schreibt es in die Beschreibung der Veranstaltung, auch wenn die Antwort „nein” lautet. Eine ehrliche Angabe ist besser als eine Nachfrage am Vortag.
  • Schaltet das Kontaktformular ein und schreibt darüber: „Fragen zur Barrierefreiheit? Schreib uns.” Das ist der niedrigschwelligste Weg, den ihr anbieten könnt.

Bei den Räumen

Nutzt das Feld Hinweis am Raum:

„1. OG, Aufzug vorhanden” · „nur über 12 Stufen erreichbar” · „Mikrofon vorhanden”

Das steht im Raster und im PDF. Wer im Rollstuhl kommt, sucht diese Angabe sonst am Camp-Tag im Treppenhaus.

Bei den Auswahllisten

Nehmt in die Liste Ausstattung auf, was tatsächlich verfügbar ist — Mikrofon, Induktionsschleife, Schriftdolmetschung. Was nicht in der Liste steht, wird nicht angefragt.

Bei Sprache lohnt ein Eintrag „Deutsche Gebärdensprache”, wenn ihr die Möglichkeit habt.

Am Camp-Tag

  • Das Board ist nicht der einzige Kanal. Hängt das Programm auch ausgedruckt aus — in ausreichender Schriftgröße
  • Nicht jeder hat ein Smartphone. Stellt einen Laptop bereit, an dem jemand ohne Gerät mitmachen kann
  • Sagt Sessions an, statt sie nur zu projizieren
  • Beim Beamer: Dunkles Erscheinungsbild im abgedunkelten Raum, damit die Wand nicht blendet

Rechtlicher Rahmen

Für private Veranstalter ist das eine freiwillige Selbstverpflichtung. Die Software liefert die technische Grundlage — die Erklärung für euer Camp schreibt ihr selbst, wenn ihr eine braucht.