Abstimmung und Interesse
Dot-Voting mit Kontingent, Live-Marker, wann Zahlen sichtbar werden.
Zwei Werkzeuge, zwei Zeitpunkte. Sie ergänzen sich und schließen sich nicht aus.
Dot-Voting — vorab priorisieren
Jede Person bekommt ein knappes Kontingent an Punkten und verteilt sie auf die Vorschläge, die sie sehen möchte.

Drei Einstellungen:
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Stimmen je Teilnehmer | Das Gesamtkontingent, Vorgabe 5 |
| Stimmen je Session | Wie viele Punkte auf einen Vorschlag dürfen, Vorgabe 1 |
| Ergebnis sichtbar | Ob die Zahlen schon gezeigt werden |
Das Kontingent ist absichtlich knapp. Wer 30 Punkte auf 30 Sessions verteilen kann, trifft keine Entscheidung — und genau die braucht ihr für die Reihenfolge.
Warum keine Downvotes?
Downvotes erzeugen auf Community-Veranstaltungen soziale Kosten, die den Erkenntnisgewinn nicht aufwiegen. Wer einen Vorschlag nicht mag, gibt ihm einfach keinen Punkt.
Wann Zahlen sichtbar machen?
Erst nach Ende der Abstimmung. Sichtbare Zwischenstände erzeugen einen Mitläufer-Effekt: Was vorne liegt, bekommt mehr Stimmen, weil es vorne liegt.
Interessen-Marker — am Camp-Tag
Ein Klick auf „interessiert” ohne Kontingent, beliebig oft, jederzeit änderbar.
Der Marker beantwortet eine andere Frage als die Abstimmung: nicht „was soll ins Programm?“, sondern „wie viele kommen gleich in diesen Raum?”. Genau die Frage, die vor Ort über den Raumtausch entscheidet.
Beides lässt sich unabhängig ein- und ausschalten.
Ein bewährter Ablauf
- Vorschlagsphase — Abstimmung aus, Ergebnis unsichtbar
- Abstimmung offen — Kontingent 5, ein Punkt je Session
- Abstimmung geschlossen, Ergebnis sichtbar — ihr plant das Raster
- Camp-Tag — Interessen-Marker an, Board an der Wand
Was gelöscht wird
Stimmen und Marker sind personenbezogen und verschwinden mit der Aufbewahrungsfrist der Veranstaltung. Das Programm bleibt.